Palácio Belmonte

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Hallo ihr Lieben,

Heute möchte ich euch etwas über ein ganz besonderes Hotel erzählen. Es fällt mir schwer, für das Palácio Belmonte das Wort “Hotel” zu verwenden. Denn dieser Ort ist etwas sehr Besonderes für mich geworden.

Natürlich wusste ich anfangs schon, dass dies kein gewöhnliches Hotel sein sollte, in dem ich meinen Lissabon-Aufenthalt verbringen durfte. Allein der Gedanke, dass ich in einem ehemaligen Palast mit einer großartigen Geschichte wohnen sollte, hat mein Herz höher schlagen lassen. Ich habe trotzdem nicht erwartet, dass das Palácio Belmonte, und alle Menschen dort, so starke Emotionen in mir wecken würden.

Aber ich erzähle euch erstmal etwas über das Palácio selbst.

Das Gebäude wurde 1449 auf einem Hügel mit Blick über den Stadtteil Alfama errichtet, und um 1620 zum Palácio umgebaut. Damit ist es der älteste Stadtpalast von Lissabon. Seit damals war es in Familienbesitz. Frédéric Coustols erwarb das damals baufällige Gebäude 1994 und nach einem über 6 Jahre dauernden Umbau- und Renovierungsprozess wurde das Palácio Belmonte im Jahr 2001 für die Gäste geöffnet. Es bietet heute 11 individuell eingerichtete Suiten. Einige davon sind mit den wunderschönen traditionell portugiesischen blauen Fliesen, den „Azulejos“, aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ausgestattet. Neben den vielen antiken Möbeln findet man im ganzen Haus auch sehr geschmackvolle moderne Kunst.

Das beeindruckendste am Belmonte ist diese ganz besondere Atmosphäre. Das erste, was einem auffällt, wenn man das Belmonte betritt, ist dieser angenehme Geruch von Kaminholz. Man steigt die Treppen hinauf und entdeckt erst einmal einen riesigen Speisesaal mit einem großen Esstisch und Kronleuchtern, sowie einige weitere offene Räume mit schönen alten Möbeln.

An den Wänden sieht man überall diese wunderschönen – für Portugal typischen – blauen Fliesen. Man fühlt sich ganz und gar nicht wie in einem Hotel, sondern wie in einem schönen großen Wohnhaus.

Wir wurden zunächst herumgeführt und bekamen einen ersten Eindruck der wundervollen Räumlichkeiten, die jedem Gast offen stehen, wie zB ein gemütliches Kaminzimmer, eine Bar, und eine Bibliothek.

Selbst eine kleine Kapelle findet Platz hier.

Es gibt zwei große Terrassen mit herrlichem Blick über den Stadtteil Alfama bis hinunter zum Meer.

Als ich meine Suite im 1. Stock des Belmonte betreten habe, war ich erst einmal sprachlos, und überwältigt von der mächtigen Größe der Räume. Am Eingang eine eigene Bibliothek! Dann ein großer Wohnraum mit sehr hoher Decke. Über eine Wendeltreppe kommt man nach oben in das Schlafzimmer auf der Galerie.

Nicht zuletzt ein sehr geräumiges Bad mit interessantem Design und edlen Materialien, die sich nahtlos in das alte Gemäuer einpassen.

Die Suite hat sogar eine eigene Terrasse mit Blick auf die Orangenbäume im Garten des Palácios.

Es war eine große Ehre für mich, vom Besitzer Frédéric und seiner Frau Maria zu einer Tasse Tee im Palácio-eigenen Café eingeladen zu sein und sie persönlich kennen zu lernen. Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch, in dem Frédéric uns von den Anfängen des Erwerbs des Belmonte und von seinen Projekten erzählt hat. Maria erzählte uns Geschichten und weitere interessante Details über das Belmonte. Im Café gibt es auch einen sehr alten und wunderschönen Flügel von Schimmel, an dem ich ein Stück spielen durfte – einfach wundervoll! Später war ich ein bisschen traurig, dass der Abend so schnell vorbei war.

Die beiden haben meiner Meinung nach etwas Unglaubliches geschafft. Als Frédéric das Palácio vor fast 25 Jahren gekauft hat, war es nur eine Ruine, alte Wände und ein paar Möbel. Das ganze Design der Räume, und die komplette Renovierung und Umbau zum Boutique-Hotel haben sie selbst bis ins Detail geplant. Ich kann mir vorstellen, wie schwierig es am Anfang war, die Entscheidungen zu treffen, wie man dem Palácio neues Leben einhauchen sollte. Man darf es nicht unterschätzen, denn in den Händen von Frédéric und Maria war ein mächtiges Kunstwerk mit einer große Geschichte inmitten des historischen Viertels von Lissabon. Nach 6 Jahren mit über 60 Arbeitern aber hatten sie es geschafft – und das Ergebnis ist phänomenal beeindruckend!

Von Tag zu Tag habe ich das Palácio immer mehr kennen und lieben gelernt. Ja, ich benutze das Wort „kennen lernen“, weil ich über etwas Lebendiges berichte. Etwas, was man nicht sehen kann, aber was man in jedem Winkel des Palastes spüren kann. Entweder ist es die unsichtbare Seele eines alten Gebäudes mit großer Geschichte, oder aber die Liebe von Frédéric und Maria zu diesem besonderen Ort mit all seinen Menschen, mit der sie diese magische Atmosphäre hier geschaffen haben. Ich denke es ist von allem etwas.

Jeder Gast des Belmonte wird sich auf jeden Fall wie zu Hause fühlen – nicht wie in einem Hotel. Das ist wahrscheinlich das Geheimnis, was diesen Ort so besonders macht. Man ist froh, wenn man abends nach den Aktivitäten in der Stadt hierher zurückkehrt, oder man will das Haus gar nicht erst verlassen und genießt die Zeit und die Ruhe im Haus.

Das sind nicht nur meine Worte. Viele Musiker, Schriftsteller, Maler und andere Künstler besuchen das Belmonte, um vom alltäglichen Leben etwas Abstand zu gewinnen und um neue Inspiration zu finden.

Im Palácio übernachten solch gute Freunde von Frédéric und Maria, wie zB. Monica Belucci, Christian Laboutan, und andere..

Ich habe ein ziemlich intensives Leben, bin sehr viel auf Reisen. Ich besuche möglichst viele Sehenswürdigkeiten, suche Locations für meine Fotos, mache selbst Fotos und bearbeite sie. Fast täglich erzeuge ich neuen Content für Instagram und den Blog. Und dann schon wieder die nächste Reise planen, eine Menge E-Mails beantworten usw.

Plötzlich habe ich das Gefühl bekommen, dass ich mir einfach auch mal Zeit für mich nehmen muss. Das habe ich schon seit sehr langer Zeit nicht geschafft. Und das Belmonte hat mir dabei geholfen. Natürlich haben wir trotzdem weiter unsere geplanten Dinge gemacht. Aber ich habe am Tag kaum mein Handy berührt, was für mich bisher immer ziemlich unrealistisch war.

Ich habe begonnen, mehr im “hier und jetzt” zu leben. Solch kleine Sachen, wie das jeden Morgen mit viel Liebe servierte Frühstück zu genießen, in Begleitung von Vogelgezwitscher. Das Aroma von frischen Früchten einzuatmen, welche zwei liebe Frauen jeden Tag neu ins Zimmer brachten, und einfach auch mal Zeit für ein Buch zu haben. Besonders die Atmosphäre in der Bibliothek war sehr einladend, um hier etwas zu verweilen.

Aber nicht nur Erwachsene fühlen sich hier wohl, auch Kinder haben sehr viel Spaß und Freude hier, denn in diesem großen Palácio gibt es außer den Suiten noch so viele andere Räume wo es viel zu entdecken gibt. Frédéric und Maria haben uns erzählt, dass sie oft die gemeinsame Küche benutzen, um mit Kindern Crêpes zu backen. Ist das nicht wunderbar?

Den Artikel habe ich direkt auf dem Rückflug im Flugzeug geschrieben. Ich war so inspiriert und hatte so viele Ideen und Gedanken, die ich sofort niederschreiben wollte, um sie in meinem Alltag zu Hause nicht gleich wieder zu verlieren.

Es war ein unglaubliches Erlebnis, das Belmonte zu besuchen. Hoffentlich konnte ich ein wenig von meinen Gefühlen und Eindrücken rüberbringen, so dass ihr meinen Aufenthalt zum Teil miterleben konntet.

Eure Maryna

 

* in Kooperation mit Palácio Belmonte

Photos By Markus Stehl

 

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Hi my dear ones!

Today I want to tell you about a very special hotel. I find it difficult to use the word „hotel“ for the Palácio Belmonte, because this place has become very special to me.

Of course I knew at the beginning that this should not be an ordinary hotel where I was allowed to spend my stay in Lisbon. Just the thought that I should live in a former palace with great history made my heart beat faster.

Nevertheless, I did not expect that the Palácio Belmonte and all the people there would arouse such strong emotions in me.

But let me tell you something about the Palácio itself.

The building was constructed on a hill above the Alfama district in 1449, and rebuilt into the “Palácio” around 1620. This makes it the oldest city palace in Lisbon. Since that time it was always family owned. Frédéric Coustols acquired the derelict building in 1994 and after more than 6 years of a reconstruction and renovation period the Palácio Belmonte was opened to the public in the year 2001. Today it offers 11 individually furnished suites. Some of them feature the beautiful traditional Portuguese blue tiles, the „Azulejos“, from the 17th and 18th century. In addition to the many antique furniture you will also find very tasteful modern art throughout the house.

The most impressive thing about the Belmonte is its very special atmosphere. The first thing you notice when entering Belmonte is the pleasant smell of firewood. You climb up the stairs and discover a huge dining room with a large dining table and chandeliers, as well as some other open rooms with beautiful old furniture. 

On the walls you can see these beautiful blue tiles – typical for Portugal – everywhere. You don’t feel at all like in a hotel, but like in a nice big house.

We were first shown around and got a first impression of the wonderful rooms open to every guest, such as a cozy room with a fireplace, a bar and a library.

Even a small chapel can be found here.

There are two large terraces with magnificent views over the Alfama district down to the sea.

When I entered my suite on the first floor of the Belmonte, I was speechless and overwhelmed by the mighty size of the rooms. At the entrance there is a library! Then there is a large living room with a very high ceiling. A spiral staircase leads up to the bedroom on the gallery.

Then another room with sofa and dining table, and everywhere as a repeating element the typical blue tiles.

Last but not least, a very spacious bathroom with an interesting design and noble materials that fit seamlessly into the old walls.

The suite even has its own terrace, overlooking the orange trees in the garden of the Palácio.

It was a great honor for me to be invited by the owner Frédéric and his wife Maria to have a cup of tea at the Palácio Café and to get to know them personally. We had a very interesting conversation in which Frédéric told us about the beginnings of the acquisition of Belmonte and his projects. Maria told us stories and other interesting details about the Belmonte.

In the Café they had this very old and beautiful Schimmel grand piano,  and I was allowed to play a piece – simply wonderful! Later on, I was a bit sad that the evening was over so quickly.

In my opinion, the two of them have achieved something unbelievable. When Frédéric bought the Palácio almost 25 years ago, it was just a ruin, old walls and some furniture. The entire design of the rooms, as well as the complete renovation and conversion to a boutique hotel, was planned by them down to the last detail. I can’t imagine how difficult it was in the beginning to make decisions about how to breathe new life into the Palácio. It should not be underestimated, because through the hands of Frédéric and Maria it became a mighty work of art with a great history in the historical quarter of Lisbon. But after 6 years with more than 60 workers they had made it – and the result is phenomenally impressive!

From day to day I got to know and love the Palácio more and more. Yes, I’m using the word „get to know“ because I’m talking about something alive. Something you can’t see, but you can feel in every corner of the palace. Either is it the invisible soul of an old building with a great history, or the love of Frédéric and Maria for this special place and all of the people, with whom they created this magical atmosphere here. I think it’s a bit of all those factors.

Every guest of the Belmonte will definitely feel at home – not like in a hotel. That’s probably the secret that makes this place so special. You are happy when you return here in the evening after the activities in the city, or you don’t want to leave the house in the evening and enjoy the time and tranquility in the house.

Those aren’t just my words. Many musicians, writers, painters and other artists visit the Belmonte to get away from everyday life and find new inspiration.

In the Palácio such good friends of Frédéric and Maria like Monica Belucci, Christian Laboutan and others stay overnight…

I have a pretty intense life, I’m traveling a lot. I visit as many places of interest as possible, look for locations for my photos, take photos myself and edit them. Almost every day I create new content for Instagram and my blog. And then I plan the next trip, answer a lot of e-mails and so on.

Suddenly I got the feeling that I have to take some time for myself. I haven’t done that in a long time. And the Belmonte helped me do that.

Of course, we did our planned things anyway. But I hardly touched my mobile phone during the day, which has always been quite unrealistic for me.

I’ve started living more in „the present.“ Such small things like the breakfast served with much love every morning, accompanied by birdsong. Inhale the aroma of fresh fruits, which two dear women brought to the room every day or to have time to read. Especially the atmosphere in the library was very inviting to spend some time there.

But not only grown-ups feel comfortable here, also children have a lot of fun and joy here, because there are so many other rooms besides the suites and a lot to discover. Frédéric and Maria told us that they often use the common kitchen to bake crêpes with children. Isn’t that wonderful?

I wrote this article directly on my way back home in the airplane. I was so inspired and had so many ideas and thoughts that I wanted to write them down straight away, not to lose them in my everyday life at home.

It was an incredible experience to visit the Belmonte. Hopefully I was able to convey a little bit of my feelings and impressions, so that you could experience at least a tiny bit of my stay there.

Yours Maryna

 

* in cooperation with Palácio Belmonte

Photos By Markus Stehl

 

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